Die Peru-Projektgruppe Berlin entstand im April 1983 mit dem Anliegen, direkte und unbürokratische Hilfe für die Katastrophenopfer des Klimaphänomens "El Niño" in Piura (Peru) zu leisten. Aus der ersten spontanen Geld- und Medikamentensammelaktion hat sich ein Basisgesundheitsprojekt entwickelt, das durch Projektpatenschaften, Einzelspenden und Benefizveranstaltungen finanziert wird. Mit unserer Unterstützung enstanden eine Sanitätsstation, ein Sonderfonds für Operationen und Rehabilitation, ein Gemeinschaftszentrum, eine Bibliothek und ein kommunales Bauunternehmen. Unsere Partner sind die Menschen von San Martín, einer armen Randsiedlung der Stadt Piura. In Berlin steht unsere Arbeit unter der Schirmherrschaft der Ev. Trinitatis-Kirchengemeinde.
1998 ging der Bezirk Köpenick auf der Basis der Lokalen Agenda 21 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Cajamarca in Peru ein. Cajamarca deshalb, weil die Stadt in Peru bereits über Erfahrungen mit der Umsetzung der Beschlüsse der Rio-Konferenz 1992 gesammelt hatte. Auch die Erfahrungen aus Cajamarca mit den Runden Tischen und der Beteiligung der Bevölkerung waren und sind für Köpenick sehr wichtig. Vorgesehen ist eine Zusammenarbeit auf allen Feldern der Lokalen Agenda 21 vor, also nicht nur Besuche von Bürgermeistern und Funktionsträger/innen, sondern ein Austausch von Erfahrungen und ein wechselseitiges Kennenlernen auf allen Ebenen. Praktische Ansätze gibt es bereits in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Abwasserreinigung und ökologischer Landbau. Es begann ein Austausch von Jugendtheatergruppen und Kontakte zwischen Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden wurden geknüpft. Nach der Überschwemmungskatastrophe im Frühjahr 1998 wurde Unterstützung gewährt und der Transport neuwertiger medizinischer Geräte aus Köpenicker Gesundheitseinrichtungen zu Krankenhäusern in Cajamarca organisiert.
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